Samstag, 24. Dezember 2011

Wie ich das Wort "Liebe" definiere...

In einem Kommentar zu einem Post wurde ich gebeten, dass Wort Liebe zu definieren...Da will mich jemand wohl echt an meine Grenzen bringen ;) Nun ja... Zu aller erst frage ich mich : Kann man Liebe überhaupt definieren? ... Liegt es nicht immer im Angesicht des Betrachters? ... Haben wir nicht alle verschiedene Ansichten, was die Liebe angeht? ... Klar, man könnte sich jetzt Zitate schlauer Leute raus suchen oder Doktorarbeiten, Psychoanalysen ... weiß der Geier was noch, runter rattern und es damit abtun. Aber das möchte ich nicht. Ich möchte meine ganz eigene Sichtweise nahe bringen. Wenn ich es denn hin bekomme^^


Vorn weg möchte ich sagen, dass es ein großer unterschied ist ob ich jemanden liebe oder verliebt bin. Die Liebe zu seinen Eltern unterscheidet sich ebenso zu der liebe zu den eigenen Kindern. Als mein Sohn geboren wurde, wurde ich mit solch einer Liebe übermannt, das ich dachte es bricht mir das Herz. Es tat weh, wobei man doch Freude und Glück empfinden sollte ... Aber nach einiger Zeit habe ich gelernt dieses neue Gefühl zu verstehen ... Es war Liebe, solch eine Liebe die nur eine Mutter für ihr Kind empfinden kann ...und als dann meine Tochter geboren wurde, konnte ich dieses überwältigende Gefühl direkt einordnen und es war zum Glück nicht so schmerzhaft.

Die Liebe zu einem (in meinem Falle) Mann ... Wenn die ersten Schmetterlinge nicht mehr flattern und die rosarote Brille an Intensität verliert, fangen wir an das "verliebt sein" hinter uns zu lassen und genau an dieser Stelle kommt der entscheidene Punkt! Entwickelt es sich weiter oder nicht? ... Bleibt ein Kribbeln zurück ... dann fangen wir scheinbar an zu lieben ... Uns fallen Fehler auf die wir vorher, dank der rosaroten Brille, nicht gesehen haben...Kleinigkeiten die uns nicht stören sollten, sondern die den Mann noch toller, interessanter und individueller machen als er vorher erschien.

Liebe ... Wenn es nicht die Liebe wäre, sie sperrten uns ins Irrenhaus ... Dieser Satz ist so wahr.
Ich, für meinen Teil, bin ein Mensch der sich gern mal verguckt, aber wenn ich anfange zu lieben, dann mit Haut und Haar und leider ohne Kopf ;)
Man will alles für seinen Partner geben, möchte ein offenes Buch sein, aus dem er lesen kann, einen verstehen kann. Natürlich auch die schlechten Eigenschaften an einem. Gegenseitiges Vertrauen, ein Grundstein einer jeden großen Liebe...
Das Fundament auf dem alles aufgebaut ist. Stärke, die Dinge tragen zu können die auch weniger angenehm sind, für seinen Partner da sein, auch wenn es einem selbst nicht gut geht. Kraft, an einer Liebe muss immer gearbeitet werden, sie läuft nicht von allein wie ein angeschaltetes Gerät...Geborgenheit, ich möchte mich bei meinem Partner, egal wo ich bin, zu Hause fühlen ...
Sicher und gut aufgehoben und ihm dieses Gefühl auch geben können ...
Respekt, seinen Partner in seinem Sein respektieren und genauso schätzen seine  Entscheidungen, Handlungswege etc respektieren können, auch wenn man es evtl nicht nachvollziehen kann...
Ja, das und noch viel mehr sind Dinge die man für eine Beziehung mitbringen muss ...
Aber damit ist keine Definition gefunden...Wo ich wieder auf einen der ersten Sätze zurück greife : Kann man Liebe überhaupt definieren? Ich denke nicht. Ich bin der Ansicht, dass jeder für sich selbst eine Definition in seinem Herzen hat, die man aber nicht auf Knopfdruck abrufen kann, sondern die einem bewusst wird wenn man liebt. Es ist ein Gefühl was unbeschreiblich ist ... und das ist auch gut so, denn somit ist jede Liebe für sich etwas einmaliges, undefinierbares, wundervolles und das tollste Gefühl, dass wir empfinden können.

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