Montag, 17. September 2012

"Verliebt sein" ... notwendig??

Ich habe einen Menschen in meinem Leben, der mehr Realist ist, als alle die ich kenne.
Sie ist mir sehr wichtig und hat mir in einigen Dingen schon die Augen geöffnet oder es zumindest versucht ;)
Denn ob man einen Träumer wirklich zur Vernunft bringen kann, ist zweifelhaft...

Nun zum Thema :

Ich persönlich liebe Schmetterlinge im Bauch, das kribbeln, die Nervosität von der einem fast schlecht wird.
All die kleinen Dinge, die zum "verliebt sein" gehören...
Aber mal ehrlich, wer mag das nicht?? Ein Glücksgefühl nach dem fast alle streben.
Nun, wie dem auch sei. Mittlerweile frage ich mich wirklich, ob man das "verliebt sein" überhaupt brauch.
Man trägt diese rosa-rote Brille, die Sinne sind vernebelt und man sieht seine/n Auserwählte/n als perfekt.
Und Himmel noch eins, niemand (!) ist perfekt!
Aber so leben Verliebte Wochen oder gar Monate mit einem Idealbild, welches es wahrscheinlich oder eher ziemlich sicher, nicht gibt. Kaum verschwindet diese imaginäre Brille, sieht man Dinge, die man lieber nicht sehen mag und wird unsanft von seinem Höhenflug, auf den Boden der Tatsachen geholt.
Was eine böse Überraschung sein kann und oftmals zu Trennungen im ersten halben Jahr führt.

Also, finde ich, "verliebt sein" muss nicht mehr zwingend sein.

Mir wurde, um zurück auf meine gute Freundin zu kommen, etwas sehr wichtigeres nahegelegt.

Wer brauch schon Schmetterlinge, wenn man 100% iges Vertrauen, Wohlbefinden und vor allem "Ich - sein" haben kann?
Ist es nicht viel mehr wert, jemanden kennen zu lernen, ohne sich fix zu verlieben, seine Ecken und Kanten, einfach die unangenehmen Seiten sofort zu sehen, aber sie genau so zu nehmen wie sie sind, weil sie gut sind und den Menschen erst ausmachen!?
Wie bei einer guten Freundschaft.
Völliges wohl fühlen, so sein dürfen wie man ist und zu spüren, dass sein Gegenüber genau deswegen bei einem ist.
Daraus können sich große Lieben entwickeln, denn man wird nicht geblendet, wird nicht von großen Gefühlen übermannt oder schafft sich sein Ideal.
Man sieht die Person genau wie sie ist und wenn es so sein soll, entwickeln sich stärkere Gefühle ganz von allein. Vielleicht sogar so starke Gefühle, dass man irgendwann von Liebe sprechen kann....


19.10.12 Edit:  Ja! Verlieben IST notwendig ... Für mich zumindest ...

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