Freitag, 13. Dezember 2013

Ich habe schon oft den Satz gehört - "Jessy, schreib doch mal ein Buch. Bei deinen Erlebnissen kommt sicher etwas interessantes bei rum".

Leichter gesagt als getan. Klar, ich schreibe viel und gerne, aber eigentlich nur um frisch zu bleiben und meine Sorgen und Gedanken "aus dem Kopf" zu schreiben.

Ein Buch...nun die erste Frage die sich mir stellt → wo fange ich an?
In der Gegenwart...In der Vergangenheit...? Gar nicht so einfach. Möchte ich wissen warum ich bin, wie ich eben bin und wie ich dorthin gekommen bin wo ich heute stehe oder was alles geschehen ist, dass ich eben deswegen so bin...??? Ich bin mir nicht sicher. Also fällt es mit einer Biografie flach.

Wenn sich, wie bei mir, negatives, wie ein roter nicht enden wollender Faden durchs Leben zieht, ist es gar nicht so einfach es auf Papier zu bringen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es eine Phase gab in der mal nichts neg vorgefallen ist. Klar, es lief mal nen Monat oder zwei gut, aber was ist das schon auf 27 Jahre gerechnet? Eben - nichts!

Ich habe Glück, das ich einen relativ starken Willen habe.  Zumindest im Bezug auf das was ich nicht möchte und nicht sein/werden möchte.
Ich bin stark und habe noch nie aufgegeben, auch wenn ich oft gerne das Handtuch geschmissen hätte.  Ich bin nicht auffällig, wie andere Menschen, die sich auf ihre schlimme Vergangenheit berufen und Straffälligkeiten, Drogenmissbrauch und übermäßiger Alkoholkonsum damit entschuldigen.
Nein, ich bin immer meinen Weg gegangen, auch wenn ich oft Umwege nehmen musste oder in Sackgassen landete. Also, zurück und weiter geht's. Was bleibt einem auch anderes übrig?  Aufgeben ist keine Option! Nur ein viel zu leichter Ausweg...

Im großen und ganzen bin ich allein. Ich muss für mich und meine Kinder stark sein. Entscheidungen klug und vorausschauend treffen, weil sie manchmal böse Konsequenzen mit sich ziehen können, vor denen ich meine Kinder schützen möchte.

Ich versuche mein bestes um ein guter Mensch zu sein. Ein Mensch, dem Moral und Anstand noch etwas bedeutet und dies auch an seinen Nachwuchs weiter gibt.
Diese Welt ist schon schlimm genug. Jeder schimpft darüber, aber keiner fasst sich an die eigene Nase, um aktiv was zu verändern.
Jeder kehrt vor der Türe des Nachbarn, anstatt den eigenen Müll raus zu tragen...Und wenn das so weiter geht und an die kommenden Generationen weiter vermittelt wird, gibt es in einigen Jahren kein Bitte und danke mehr. Statt dessen eine kalte, emotional abgestumpfte Gesellschaft, die den Bach runter geht.

Wie dem auch sei, ich schweife extrem vom Thema ab. Und da wären wir beim nächsten Punkt → wie soll ich ein lesbares Buch schreiben, wenn meine Gedanken schneller sind als meine Hand, die mitschreiben muss?

Das passiert mir immer wieder. Ich fand an und ende bei was ganz anderem.

Versucht stark, gut und vorbildlich zu sein...vllt können wir die Zukunft so in eine angenehme Richtung lenken.

Eure Jay

1 Kommentar:

  1. "Liebe ist die einzige Sklaverei, die als Vergnügen empfunden wird."
    (George Bernard Shaw)

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